Chorsänger vor dem Auftritt — Und sie singen für ihr Leben …

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Die Magie gesungener Klänge …Chorsänger vor dem Auftritt

Die Autorin:

Corinna Rösel-Tabken wurde 1967 in Vohenstrauß in der Oberpfalz geboren. Dort gründete sie mit 17 Jahren ihren ersten Chor, einen Kinderchor. Es folgten ein Studium in Operngesang und eines in Gesangspädagogik, beide am Richard-Strauss-Konservatorium in München. In Montréal bekam sie den letzten Schliff als Sängerin, gewann dann noch einen Preis bei einem internationalen Gesangswettbewerb und verabschiedete sich dann von der Oper. Sie widmet sich ganz dem Weitergeben von Musik, dabei ist ihr Stil geprägt von der intensiven Beschäftigung mit Stimme, Chorleitung und Psychologie. Corinna Rösel-Tabken gibt Gesangsunterricht, komponiert und arrangiert Stücke für ihre Chöre, entwickelt Seminare und führt Workshops durch. Sie begleitet Chöre als Stimmbildnerin und Coach.  www.erlebnis-singen.de (Quelle: Strube-Verlag)

Mein Leseeindruck:

Nach ihrem lesenswerten Fachbuch für Chorleiter und Chorsänger „Kosmos Chor – Chorrekter Umgang “ nun etwas völlig neues, eine Erzählung, die Gedanken, Stimmungen und Motive von Chorsängern vor dem Auftritt beschreibt. Wie bei einer Komposition weben verschiedene Stimmen ein stimmungsvolles Ganzes, eingefügt sind auch noch berührende Gedichte der Autorin aus ihrem Gedichtzyklus „Innen drinnen“ von 2003 und „Die alten bösen Lieder“ von Heinrich Heine (von Robert Schumann in seinem Liederzyklus Dichterliebe op.48 vertont).

Im Zeitraum von 17.30 Uhr mit dem Eintreffen der ersten Sänger bis zum Konzert um 20 Uhr umfasst diese Erzählung die aufregenden Momente vor dem Konzert in den Gedanken der Sänger und der Chorleiterin: die Vorbereitungen, das Lampenfieber, die Gewohnheiten und Rituale, die ablaufen, aber ebenso Erinnerungen und Träume der Individuen, die später auf der Bühne zu einem Chor zusammenwachsen sollen. Ein wenig musste ich mich erst einlesen, aber es lohnt sich, auch ich teile solche Erinnerungen aus meinem Chorleben, konnte viele Gedanken nachvollziehen.

Ein empfehlenswertes Büchlein, ein besonderes Buch für Chorsänger und Chorleiter, sehr gut auch als Geschenk geeignet.


Wie Musik im Chor möglich wird – ein Erfahrungsbericht für Chorleiter und Chorsänger

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Chorrekter Umgang : Wie Musik im Chor möglich wird

– ein sehr interessanter Erfahrungsbericht und eine Ideensammlung mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis für Chorleiter

Die Autorin:

Corinna Rösel-Tabken wurde 1967 in Vohenstrauß in der Oberpfalz geboren. Dort gründete sie mit 17 Jahren ihren ersten Chor, einen Kinderchor. Es folgten ein Studium in Operngesang und eines in Gesangspädagogik, beide am Richard-Strauss-Konservatorium in München. In Montréal bekam sie den letzten Schliff als Sängerin, gewann dann noch einen Preis bei einem internationalen Gesangswettbewerb und verabschiedete sich dann von der Oper. Sie widmet sich ganz dem Weitergeben von Musik, dabei ist ihr Stil geprägt von der intensiven Beschäftigung mit Stimme, Chorleitung und Psychologie. Corinna Rösel-Tabken gibt Gesangsunterricht, komponiert und arrangiert Stücke für ihre Chöre, entwickelt Seminare und führt Workshops durch. Sie begleitet Chöre als Stimmbildnerin und Coach.www.erlebnis-singen.de (Quelle: Strube-Verlag)

 

Aus dem Vorwort:

“In diesem Buch geht es nicht  um Stimmbildung und Intonation im herkömmlichen Sinn, sondern um die Menschen im Chor, ihre Bedürfnisse und ihre stimmliche Reaktion auf den Umgang miteinander. Es geht um das Tun im Einklang. Das Ergebnis ist eine Stimmbildung der besonderen Art, denn Menschen klingen besser, wenn es ihnen gut geht… Ein Chor, der seinen Umgang miteinander harmonisiert, schöpft sein internes Stimmbildungspotential aus, ohne eine einzige Übung zu singen.”

 

Mein Leseeindruck:

 

Dieses leicht verständlich geschriebene Buch ist für Chorleiter und Chorsänger gleichermassen wertvoll, besonderer Wert wird auf den Umgang miteinander gelegt und Wege aufgezeigt, auf geschickte Art den Sängern (aber auch dem Chorleiter) die Steine, die sie sich selbst und gegenseitig in den Weg gelegt haben, beiseite zu räumen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: miteinander Musik zu machen.

 

Dem Chorleiter erschliessen sich viele Ideen, wie er das Miteinander seiner Chorsänger in gute Bahnen lenken kann und aus vielen verschiedenen Individuen ein einheitliches Gebilde Chor formen kann.Als erfahrene Chorleiterin berichtet die Autorin in vielen Beispielen aus der Chorpraxis, vieles kann man direkt in der nächsten Chorprobe anwenden und ausprobieren. Das klar gegliederte Inhaltsverzeichnis macht es leicht, zu einzelnen Themen gezielt nachzulesen, z.B. Rollenverständnis, Aufgaben, Organisation, Methodik und Motivation.

Als Chorsänger waren für mich die Passagen zum Thema Stressbewältigung beim Auftritt und menschlicher Umgang untereinander am interessantesten.

 

Klare Leseempfehlung für alle, die mit Gesang und Chormusik zu tun haben !

 


Französische Feinschmeckerkost für Krimifans – lecker !!!

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Coq au vin

ist nicht immer nur ein leckeres französisches Gericht, sondern im Fall dieses provenzalischen Feinschmecker-Krimis die Inszenierung des ersten Mordes. Der Tote wird in einem Weintank im Weinkeller des Hotels Domaine des Grès gefunden, auf dem Weintank klebt das Rezept: Coq au vin.

Der Dorfpolizist Pierre Durand (ehemaliger in Ungnade gefallener Pariser Kommissar) ist der erste Ermittler vor Ort, aber eigentlich nicht zuständig. Er wurde gerade von seiner Freundin Celestine verlassen, möchte einen Kochkurs im Hotel machen, um sie wieder für sich einzunehmen, dabei stößt er auf viele Hinweise, die für die Mordermittlung relevant sind. Das Problem: zuständig ist Commissaire Jean-Claude Barthelemy, der von oben instruiert ist, Pierre Durand von allen Ermittlungen fernzuhalten. Aber als Dorfpolizist kennt Pierre die Einheimischen …

Es kommt zu spannenden provenzalischen Verwicklungen (Titel!) und zahlreiche leckere Gerichte werden vorbereitet und gekocht. Die Rezepte dazu stehen auf der Homepage des Verlags (Hinweis auf dem inneren Klappentext). Dieser Roman ist der erste Frankreichroman einer bekannten deutschen Autorin unter dem Pseudonym Sophie Bonnet.

Der Krimi hat mich von Anfang an fasziniert und gefesselt. So ungewöhnliche Mordmethoden und typisch französisches Gerangel zwischen der Dorfgendarmerie und den Commissaires der Police nationale, die Beschreibung des Dorfes und vor allem der Dorfbewohner mit ihren unterschiedlichen Charakteren fand ich einfach fesselnd und kurzweilig zu lesen. Sehr sympathisch war mir der (nicht)ermittelnde schlitzohrige Pierre Durand in seinem Beziehungsschlamassel – und die Köchin Charlotte in ihrer liebenswerten Art.

Die Geschichte erinnerte mich zudem an Bruno, Chef de Police von Martin Walker. Das ist jedoch nicht negativ gemeint , denn die „Provenzalischen Verwicklungen“ haben ihren eigenen Charme und die Provence ist ja schließlich nicht die Dordogne …Für mich war dieser Kriminalroman ein Volltreffer: ein fesselnder, charmanter, von leckerer französischer Küche begleiteter sehr unterhaltsamer Kriminalroman vom Feinsten ! Klare Leseempfehlung – besonders für Frankreichurlaube oder die Vorbereitung dazu. Aber Vorsicht: Nichts für Diätwillige !

Vielen Dank dem Verlag Blanvalet für das im Rahmen der Leserunde bei Lovelybooks zur Verfügung gestellte Leseexemplar.